In den letzten Jahren ist das Interesse der Schützen in Österreich am Schießen mit Ordonanzgewehren stark gestiegen. Die immer häufiger stattfindenden Bewerbe erreichen meist hohe
Teilnehmeranzahlen.
Seit dem Jahr 2010 ist das Ordonnanzgewehrschießen im ÖSB als Schießsportart anerkannt und fällt in den Zuständigkeitsbereich des Bundessportleiters für Vorderladerschießen.
Viele Europäische Schützenverbände bieten schon länger Bewerbe für Ordonnanzwaffen an. Es kommen dabei meist Repetiergewehre zum Einsatz.
Überwiegend wurden Ordonnanzwaffen in sehr großen Stückzahlen gefertigt und sind daher verhältnismäßig günstig in brauchbarem Zustand zu erwerben. Besonders beliebte
Ordonnanzgewehre sind Schwedische Carl Gustaf M/96, Schweizer Karabiner 31, Englische Lee-Enfield Gewehre und Deutsche Karabiner 98k.....
Viele Ordonnanzschützen betätigen sich auch als Wiederlader und stimmen ihre Munition speziell auf ihre Waffe ab. Da ein ursprüngliches und kostengünstiges schießen erhalten
werden soll werden die Ordonnanzgewehrwettkämpfe in Österreich in „Straßen- oder Alltagskleidung" abgehalten. (Schiessbrillen erlaubt)
Es darf mit allen Gewehren mit Handrepetiersystem bis Konstruktionsjahr 1945 und deren baugleichen Nachfolgemodellen (Norwegischer K98k in .30-06, Israelischer K98k in .308 Win.
usw.:), die zum verschießen von Metallpatronen, mit Nitro-Treibladungspulver eingerichtet sind, geschossen werden.
• Verwendet wird nur Munition mit Mantelgeschossen.
• Der Abzug muss dem Original entsprechen und darf das Abzuggewicht von 1300g nicht unterschreiten
• Auf eine Entfernung von 100m wird die ISSF 50m Pistolenscheibe verwendet.
Geschossen werden pro Klasse 2 Durchgänge mit je max. 5 Probeschüssen und 10 Wertungsschüssen in 15 Minuten.
Um ein abkühlen der Waffe zu ermöglichen wird zwischen dem 1. Durchgang und dem 2. Durchgang eine Pause von mindestens einer Durchgangslänge eingelegt. Die Treffer werden je
nach Stand mit der Zuganlage oder Spektiv beobachtet.
Klassen: Allgemein (18-59 Jahre)
Senioren (ab dem 60. Lebensjahr)