Vorarlberger Schützenbund

Die Chronik des BSB Rheintal

BSB Rheintal Wappen

Die Gründung des Schützenbundes Rheintal im Jahre 1961 durch die damals schon im Vorarlberger Schützenbund vereinten Gilden war eine Maßnahme, um eine bessere Koordination des Schützenwesens zu gewährleisten. Bestanden die Bünde Walgau und Bregenzerwald schon seit langer Zeit, so galt es, die Lücke im Rheintal zu schließen. Bei der Gründungsversammlung am 10.3.1961 im Gasthaus Goldener Löwe in Bregenz waren Vertreter der Gilden von Bildstein, Bregenz, Bregenz-Vorkloster, Dornbirn, Hard, Hohenems, Höchst, Hohenweiler, Hörbranz, Langen, Lustenau und Wolfurt anwesend, um den Beschluss des Vlbg. Schützenbundes vom 19.2.1961 zu besiegeln. Dieser Beschluss lautete: Gründung von Bezirksschützenbünden Walgau, Rheintal und Bregenzerwald.

Über die bevorstehenden Wahlen des Bez. Oberschützenmeisters und seinen Schützenmeistern gab dann während der Sitzung der Schriftführer des Vorarlberger Schützenbundes Adrian Deuring Auskunft, wobei einige Namen, wie Albert Deuring, Andreas Rupp, Adrian Deuring genannt wurden. Man einigte sich, die Wahl 1/4 Stunde vor der Jahreshauptversammlung vorzunehmen. Als erster Bezirksoberschützenmeister wurde dann schließlich Hans Rädler gewählt, als 1. und 2. Schützenmeister Alois Fenkart (Hohenems) und Dr. Otto Bösch (Lustenau).

Bereits im September 1961 schrieb der Schützenbund Rheintal das erste Bezirksschießen, verbunden mit der Bezirksmeisterschaft, aus. Zu gewinnen gab es auf der Hauptscheibe 2 Dukaten im Etui. Für Bezirksmeister war eine schöne Nadel vorgesehen, Mannschaften wurden mit goldenen, silbernen und grünen Lorbeerkränzen ausgezeichnet. In der Stammeinlage waren enthalten: 10,- Standgebühr, 10,- für 5 Schuß Hauptscheibe, 5,- für 5 Probeschuss, 25,- für 30 Schuss Liegendserie, Jungschützen zahlten die halben Gebühren. Geschossen wurde am neuen Schießstand der Schützengilde Lustenau.

Leider musste der Bezirksschützenbund Rheintal nach seiner zweiten Jahreshauptversammlung einen neuen Oberschützenmeister wählen, da Hans Rädler im vergangenen Vereinsjahr verstorben war. Nachfolger wurde der Hohenemser Alois Fenkart, seine Stellvertreter Bertl Deuring und Dr. Erich König aus Hörbranz. Reinhard Peter und Helmut Bereuter übernahmen die Ämter Schriftführer und Kassier.

Das Bezirksschießen 1963 konnte die Schützengilde Hohenems auf ihrer Anlage in der "Ledi" durchführen. Bei der Jahreshauptversammlung am 29.1.1963 teilte der Kassier mit, daß die Gebarung des Bezirkes im Jahre 1962 einen einzigen Posten aufweise und zwar die Einnahmen aus dem Bezirksschießen in Höhe von S 420,- (aus dem Protokoll zitiert). Bei der Jahreshauptversammlung 1964 mußte der Oberschützenmeister einen schmerzlichen Verlust bekanntgeben; Albert Deuring Sen., der Vater von Bertl Deuring war vor kurzem verstorben.

Im Jahre 1969 legte dann Alois Fenkart das Amt des BezOSM in andere Hände. Sein Nachfolger wurde Bertl Deuring, dessen Unterschützenmeister Dr. Engelbert Luger und Karl Horeschy. Als Dank für seine Arbeit wird Fenkart zum ersten Ehrenmitglied des Bezirkes ernannt.

Mit der Wahl von Bertl Deuring kam auch etwas Ruhe in den Bezirksschützenbund und seinen Vorstand. In den folgenden Amtsperioden waren Leute wie Willi Micheluzzi als Schriftführer, Helmut Bereuter als Kassier, Otto Hämmerle als Jugendwart in ihren Funktionen sehr erfolgreich tätig. Aufgrund der Mehrarbeit im Bezirk mußten einige Posten neu besetzt oder überhaupt neu geschaffen werden. So wurden KK- und Pistolenmatchwarte in den Vorstand gewählt.

Die Durchführung der Staatsmeisterschaft für Luftdruckwaffen im Jahre 1983 war eine große Herausforderung für den Bezirksschützenbund. Mit Unterstützung des Bundesheers und der Gilden HSG Bregenz und Heeressportverein konnte auch diese Hürde gemeistert werden. Am 30. August 1983 ereilte die Mitglieder des Schützenbundes eine traurige Nachricht. Bezirksoberschützenmeister Bertl Deuring wurde in seinem Geschäft erschossen, sein Mörder konnte wenige Tage später festgenommen werden. Nun galt es, einen neuen BezOSM zu finden. Bis zur Nachwahl leitete der Stellvertreter Otto Hämmerle die Geschicke des Bezirks. Bei der Jahreshauptversammlung im März 1984 wurde der Wolfurter Günther Muxel als BezOSM gewählt. Dazu kam Helmut Sinz aus Hörbranz als neuer KK-Sportleiter. Zum Dank und als Erinnerung an Bertl Deuring wurde im August 1984 in Hard ein Gedenkschießen veranstaltet.

Einen weiteren Höhepunkt im Bezirk Rheintal stellte das 2. Bezirksschießen in Hard anläßlich der 25-Jahr Feier dar. Bei dieser Feier konnte BezOSM Günther Muxel nicht nur heimische Prominenz, sondern auch den Bundesoberschützenmeister Dr. Wilhelm Sachsenmaier und weitere Gäste aus Tirol sowie unseren langjährigen Trainer Hans Wecker aus Deutschland begrüßen. Leider konnte Günther Muxel seine Funktion nicht lange ausüben, da er überraschend aus dem Leben gerissen wurde. Somit stand der Bezirk Rheintal wieder ohne Oberschützenmeister da.

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich schwierig und war schließlich erfolgreich in der Person von Werner Palatin. Doch auch er weilte nicht lange in seinem Amt, da er aus zeitlichen Gründen die Funktion nach zwei Jahren zurücklegen mußte. So wurde dann bei der Jahreshauptversammlung am 18. April 1989 Oberschützenmeister Werner Unterkircher gewählt.

Sein Nachfolger Siegfried Aberer (USG Dornbirn) ist seit der Jahreshauptversammlung 2003 im Amt.

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